Festivals


Festival für Fernsehen und Filmkultur

Unter dem neuen Namen „Film Festival Cologne 2016“ werden vom 7.- 14. Oktober 2016 herausragende TV- und Kino-Produktionen vorgestellt.


Dazu zählen, wie zuvor bei der „Cologne Conference“, internationale Spielfilme, Serien und Dokumentationen. „Wir verstehen Film mehr denn je als Synonym für Bewegtbild, über die einzelnen Medien hinweg.“, erklärt die Festivaldirektorin Martina Richter. In begleitenden Werkstattgesprächen und Lectures kann das Publikum die Filmemacher/innen kennen lernen. Sie berichten über ihre Arbeitsprozesse und diskutieren neue Perspektiven.

Filmstil aus ROOTS, Phillip Noyce, 2016

Das Programm bietet neben den TV- und Kino-Reihen auch die Reihe „Look“ für „visuell außergewöhnliche und formalästhetisch grenzüberschreitende Beiträge“ oder „Made in NRW“ mit Produktionen , die „in NRW gedreht, von NRW-Produzenten realisiert oder aber von NRW-Regisseuren inszeniert“ wurden“. Insgesamt präsentiert das Festival über 60 Produktionen der unterschiedlichsten Formate und Themen. Darunter politische Filme wie die Mini-TV-Serie „Roots“, die 1978 die Sklaverei in den USA zum Thema machte und „mehr als 100 Millionen Zuschauer“ erreichte, die dokumentarische Beobachtung „The Land Of The Enlightened“ über afghanische Kinder oder die internationale Co-Produktion „Oscuro Animal“ über den (immer noch nicht beendeten) Bürgerkrieg in Kolumbien. Aber auch die neue BBC- Mystery-Serie „The Living And The Dead“ über obskure Erlebnisse in der britischen Provinz, das rumänische Familienportrait „Sieranevada“, den japanische Beinahe-Liebesfilm „After The Storm“ und die TV-Comedy-Serie “Die Mockridges – eine Knallerfamilie“. Viel zu entdecken also.

Filmstil aus WHERE IS ROCKY II?, Pierre Bismuth, 1993

Die Lectures befassen sich u.a. mit der Entwicklung von Serien. Der „European Sieries Day“ am 10.Oktober 2016 rückt so „neue Serienformate mit innovativen und spannenden Geschichten in den Fokus und analysiert, wie das Publikum in einer sich schnell wandelnden Medienlandschaft erreicht werden kann.“ Während der „Große Virtual Reality Day„ am 12. Oktober 2016 erfolgreiche VR-Projekte vorstellt und die Anwendung der neuen technische Möglichkeiten diskutiert.

Claire Denis ©Alcatraz Films Wild Bunch.
Foto: Camille de Chenay.jpg

Zu den Preisen, die beim Kölner Festival verliehen werden, gehört der „Filmpreis Köln“, der 2016 an die französische Regisseurin Claire Denis gehen wird. Ihren Filmen ist deshalb eine Retrospektive gewidmet, die ein Wiedersehen mit Produktionen wie „Chocolat“ oder „Nénette et Boni“ ermöglicht. Erstmals werden der „NRW-Filmpreis für den besten Spielfilm“ und der NRW-Filmpreis für den besten Dokumentarfilm“ an Produktionen mit NRW-Bezug vergeben. Außerdem werden „The Hollywood Reporter Award“, der „phoenix preis“, der „TV Spielfilm-Preis“ und der „international actors award.cologne“ verliehen.

Wer am Film Festival Cologne teilnehmen möchte, kann eine Festivalakkreditierung (89,25 Euro), einen Festivalpass (30 Euro) für alle öffentlichen Filmvorfügungen oder Tickets für einzelne Vorstellungen (7 Euro) erwerben. Organisiert wird das Film Festival Cologne weiterhin von der Cologne Conference GmbH. Zu den Förderern zählen das Land NRW, die Stadt Köln und die Film- und Medienstiftung NRW.