Ausbildung: Bühnenmaler/in und -plastiker/in


Lernen in der Praxis

Auf der Bühne, in Fernsehstudios entstehen Phantasie-Welten.


Räume für Theater und Film gestalten

Das Profil

Da spielt ein Film im mittelalterlichen Schloss, das Theaterstück schildert die Nöte einer Arbeiterfamilie, die Oper entführt in Märchen und Sagen. Kino- und Fernsehfilme werden sowohl an Originalschauplätze wie auch im Studio gedreht. Theaterstücke, Opern, Musicals werden auf und für Bühnen inszeniert. Bei der Gestaltung werden gemalte Kulissen wie gebaute Dekorationen eingesetzt.

Hintergründe, die realistische oder abstrakte Räume schaffen, Architekturattrappen wie Wände, Säulen oder Treppen, Einrichtungsgegenstände wie Möbel und Gemälde. Bühnenmaler können etwa eine Frühlingslandschaft auf eine Kulisse zaubern. Bühnenplastiker die Schlossruine aus Holz, Gips und Styropor erstehen lassen. Dafür müssen sie die Entwürfe der Bühnenbildnerin/des Szenenbildners umsetzen.

Handwerkliches Geschick und der gekonnte Umgang mit unterschiedlichen Werkstoffen wie Textil, Holz, Kunstsoff, Metall sind erforderlich. Ebenso müssen die Fachkräfte die optische Wirkung, Proportionen, den Einfluss von Licht und Schatten beurteilen können. Wie sehen die Kulissen im Scheinwerferlicht aus, wie wirkt die Dekoration durch die Kamera?

Die Ausbildung

Bühnenmaler und -plastiker werden an Theatern ausgebildet.
Sie arbeiten dort ebenso wie für Musik-, Film- und Fernsehproduktionen. Sie können ebenfalls bei Ausstellungen, im Messebau oder der Innenausstattung eingesetzt werden. Die Berufsausbildung umfasst eine gemeinsame Grundqualifikation, wie etwa das Anfertigen von Entwürfen und Modellen, technische Zeichnungen, Bearbeiten von Untergründen und Oberflächen, Anfertigen von Schriften, Zeichen und Ornamenten.

Es gibt zwei Fachrichtungen. In der Fachrichtung Malerei erlernen die Auszubildenden das Mischen von Farben und Abstimmen auf die Beleuchtung, das Anfertigen von Kopien und Imitaten (z. B. Risse, Falten) und die Bühnenmalerei. In der Fachrichtung Plastik geht es um das Vervielfältigen von plastischen Elementen (Abgussformen), Kopieren und Imitieren (Reliefs, Gefäße) und die Herstellung plastischer Elemente.